Während in Deutschland bereits die ersten grauen Regentage beginnen, zeigt sich Mallorca Anfang November noch einmal von seiner schönsten Seite: milde 25 Grad, Sonne satt und eine wunderbar entspannte Atmosphäre nach der Hauptsaison. Perfekt für ein verlängertes Wochenende voller Genuss, Sonne und Bewegung.
Tag 1 – Ankommen in Palma & Tapas zum Sonnenuntergang
Unser verlängertes Wochenende begann mit der Ankunft im Boutiquehotel Can Quetglas in Palma. Ein kleines, stilvolles Haus mit persönlichem Flair – genau das Richtige, um direkt in Urlaubsstimmung zu kommen.
Nachdem wir den Mietwagen geparkt hatten, folgten wir der Empfehlung des Hotels und landeten in einem kleinen Tapasrestaurant in der Altstadt. Draußen saßen noch ein paar Gäste unter Lichterketten, es duftete nach Knoblauch und Olivenöl – dieser erste Abend fühlte sich an wie ein sanftes Ankommen im Süden.
Tag 2 – Frühstück in Valldemossa & Bahnfahrt nach Port de Sóller
Am nächsten Morgen rissen wir die Vorhänge auf – Sonne! Ein goldener Novembertag auf Mallorca. Nach einem kurzen Kaffee machten wir uns auf den Weg nach Valldemossa, einem der schönsten Dörfer der Insel. Auf einem kleinen Platz genossen wir ein spätes Frühstück und schlenderten anschließend durch die malerischen Gassen, vorbei an alten Steinhäusern und Bougainvillea.
Von dort ging es weiter nach Sóller, wo wir in die historische Holzeisenbahn nach Port de Sóller stiegen. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis: das rhythmische Rattern, die Ausblicke auf Orangenhaine und das Mittelmeer. Unten am Hafen spazierten wir an der Promenade entlang und ließen uns später Tapas und ein Glas Weißwein schmecken.
Zurück in Palma beendeten wir den Tag auf der Dachterrasse unseres Hotels, wo die Sonne langsam hinter den Dächern der Stadt versank.
Tag 3 – Wanderung Cala Pi – Cala Beltrán & Tapas in Campos
Der dritte Tag stand im Zeichen der Natur: Wir fuhren nach Cala Pi, um von dort zur Cala Beltrán zu wandern. Ein rund 5 km langer Küstenweg (ca. 2 Stunden Gehzeit), der mit spektakulären Ausblicken, glasklarem Wasser und salziger Meeresluft begeistert.
Die schmale Schlucht, die sich zur türkisblauen Bucht öffnet, ist einfach traumhaft – ein echter Geheimtipp außerhalb der Saison.
Im Anschluss machten wir einen Abstecher zum Felsen Es Pontás – fotogen, aber in unseren Augen etwas überbewertet. Dafür entschädigte das kleine Tapasrestaurant in Campos, wo wir spontan Halt machten, mit fantastischem Essen und sympathischem Service.
Bevor wir uns am Abend fein machten, sprang ich noch kurz ins Meer – am Strand Es Trenc, wo man bis 18 Uhr parken kann (10 € Gebühr). So paradiesisch der Strand auf Fotos aussieht, ist das Baden dort allerdings wetterabhängig – je nach Windlage kann das Meer voller Seegras sein.
Der Abend im Restaurant Yara Portals am Yachthafen von Palma war dann der kulinarische Höhepunkt: ein 5-Gänge-Menü, perfekter Service, stilvolle Atmosphäre und eine Aussicht, die man nicht vergisst. Ein Erlebnis für alle Sinne!
Tag 4 – Abschied mit Wanderung zur Cala Boquer
Am Abreisetag zog es uns noch einmal in den Norden der Insel – zur Cala Boquer nahe des Cap de Formentor. Die Wanderung führt durch ein Naturschutzgebiet mit steilen Felsen, Ziegen am Wegesrand und einer spektakulären Schluchtlandschaft. Nach rund einer Stunde erreicht man die einsame Badebucht – glasklares Wasser, Ruhe und Natur pur.
Ein perfekter Abschluss eines Wochenendes, das gezeigt hat, wie vielseitig Mallorca im Herbst sein kann: Sonne, Bewegung, gutes Essen und das Gefühl, den Sommer noch einmal kurz zurückzuholen.
Fazit
Mallorca im November ist ein Geheimtipp: angenehm warm, entspannt und ideal zum Wandern. Wer Sonne, Natur und Kulinarik liebt, findet hier den perfekten Mix – weit entfernt vom Trubel der Hochsaison.