STUIBEN IM ALLGÄU – EINE BERGWANDERUNG MIT GRAT, WEITSICHT UND KLEINEM ADRENALINKICK

Der Stuiben ist einer dieser Berge, die auf den ersten Blick fast unscheinbar wirken.

Kein berühmter Instagram-Gipfel.
Kein überlaufener Touristenmagnet.

Und genau deshalb fühlt sich diese Wanderung so gut an.

Vom Gunzesrieder Tal führt die Tour erst durch ruhige Wiesen und Waldstücke, später hinauf auf einen aussichtsreichen Grat mit weitem Blick über die Allgäuer Alpen. Kurz vor dem Gipfel wartet sogar eine kleine drahtseilgesicherte Passage.

Nicht extrem schwierig – aber genau genug, um die Wanderung spannender zu machen.

Eine Tour, die perfekt zeigt, warum das Allgäu so besonders ist.

Wandersteckbrief – Alle Fakten auf einen Blick

Ausgangspunkt:
Gunzesried-Säge im Gunzesrieder Tal

Anfahrt & Parken:
Wanderparkplatz Gunzesried-Säge vorhanden

Endpunkt:
Stuiben (1.749 m)

Länge:
Ca. 10 km Rundtour

Dauer:
Ca. 4,5 Stunden

Aufstieg:
Ca. 820–850 Höhenmeter

Abstieg:
Ca. 820–850 Höhenmeter

Beste Reisezeit:
Mai bis Oktober

Übernachtung:
Gunzesried, Blaichach oder Immenstadt

Hund:
Nur für trittsichere Hunde geeignet. Die Gratpassage und die drahtseilgesicherten Stellen können je nach Hund anspruchsvoll sein. Pfotenschuhe können sinnvoll sein.

Anforderungen:
Anspruchsvolle Bergwanderung mit steilen Passagen, Trittsicherheit erforderlich

Besonderheiten & Highlights:
• Panorama-Gipfel in der Nagelfluhkette
• Schöne Gratpassage mit Weitblick
• Kleine drahtseilgesicherte Kletterstelle
• Wechsel aus Wald, Wiesen und alpinem Gelände
• Blick über die Allgäuer Alpen

Link zur Wanderung:
Von Gunzesried auf den Stuiben auf AllTrails

Die Rundtour gilt als anspruchsvoll und führt über etwa 10 km mit rund 850 Höhenmetern auf den Stuiben in der Nagelfluhkette.

Die Wanderung im Detail

Start im Gunzesrieder Tal

Los geht es an der Gunzesried-Säge.

Zu Beginn wirkt die Wanderung fast entspannt: grüne Wiesen, kleine Bäche und das typische Allgäu-Gefühl. Doch der ruhige Einstieg täuscht etwas – denn der Anstieg zieht schnell ordentlich an.

Der Weg führt stetig bergauf durch Waldstücke und offene Hänge.

Immer wieder öffnen sich erste Ausblicke über das Tal

Der lange Anstieg

Der Stuiben schenkt dir die Höhenmeter nicht.

Vor allem der mittlere Teil der Wanderung fordert konstant Kondition. Technisch bleibt der Weg meist unkompliziert, aber steil genug, um die Beine deutlich zu spüren.

Gerade das macht die Tour aber angenehm.

Du arbeitest dich langsam höher – und mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht beeindruckender.

Gratweg & gesicherte Passage

Kurz vor dem Gipfel verändert sich die Wanderung komplett.

Aus dem klassischen Bergweg wird plötzlich ein alpiner Gratpfad mit richtig schönem Panorama. Der Blick reicht weit über die Nagelfluhkette und tief hinein in die Allgäuer Alpen.

Und dann kommt die kleine drahtseilgesicherte Passage.

Nicht besonders lang, aber genau genug, um kurz konzentriert zu bleiben. Bei trockenen Bedingungen gut machbar – bei Nässe oder Schnee allerdings deutlich anspruchsvoller.

Mit Hund sollte man hier definitiv vorbereitet sein.

Timmy konnte ich an einigen Stellen problemlos über das Sicherheitsgeschirr anheben, was die Passage deutlich entspannter gemacht hat. Trittsicherheit ist für Hunde hier absolut wichtig.

Gerade auf felsigem Untergrund können außerdem Pfotenschuhe sinnvoll sein.

Genau dieser Abschnitt macht die Wanderung besonders abwechslungsreich.

Gipfelmoment am Stuiben

Oben angekommen wartet genau das, was man sich im Allgäu wünscht:

Weite.
Grüne Bergketten.
Und dieses ruhige Gefühl, einfach mitten in den Alpen zu sitzen.

Der Stuiben selbst bietet ein beeindruckendes Panorama über die Nagelfluhkette und die umliegenden Täler.

Kein spektakulärer „Wow“-Moment wie bei manchen hochalpinen Gipfeln – sondern eher dieses ehrliche, entspannte Berggefühl.

Der Rückweg

Der Abstieg führt über schöne Almflächen und später wieder durch Waldstücke zurück ins Tal.

Mit müden Knien wird vor allem der steilere Teil bergab nochmal anstrengend. Dafür bleibt die Aussicht fast die komplette Zeit erhalten.

Eine richtig runde Allgäu-Tour ohne langweilige Abschnitte.

Persönliche Eindrücke & Tipps

Diese Wanderung ist die perfekte Mischung aus klassischer Bergtour und leicht alpinem Abenteuer.

👉 Tolle Kombination aus Wald, Grat und Panorama
👉 Die kleine gesicherte Passage bringt Abwechslung
👉 Besonders schön bei stabilem Wetter

Wir waren im Mai unterwegs – genau in der Zeit, in der die letzten Schneefelder langsam schmelzen.

Dadurch hatte die Wanderung einen richtig schönen Mix aus Frühling und Restwinter. Gleichzeitig sollte man die Bedingungen aber nicht unterschätzen: einzelne Schneestellen können den Weg rutschig machen.

Und etwas, womit wir ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet hatten:

Die Fliegen.

Vor allem im oberen Bereich der Wanderung waren teilweise massive Fliegenschwärme unterwegs – stellenweise fast schon wie eine kleine Plage. Gerade bei wenig Wind kann das ziemlich anstrengend werden.

👉 Im Frühjahr eventuell Buff oder Sonnenbrille mitnehmen
👉 Für Hunde kann das ebenfalls unangenehm werden
👉 Die letzten Schneefelder können Trittsicherheit zusätzlich erschweren

Und ehrlich:
Genau solche Touren machen das Allgäu für mich so besonders. Nicht extrem spektakulär – aber landschaftlich unglaublich stimmig.

Fazit

Eine wunderschöne Bergwanderung im Allgäu mit allem, was eine gute Tour braucht:

Waldwege, Panorama, Gratpassagen und ein aussichtsreicher Gipfel.

Der Stuiben ist vielleicht nicht der bekannteste Berg der Region – aber genau das macht die Wanderung so angenehm.

Häufige Fragen zur Wanderung

Ist die Wanderung schwierig?

Ja, die Tour gilt als anspruchsvoll – vor allem wegen der Höhenmeter und der steilen Passagen. Trittsicherheit ist an einigen Stellen wichtig.

Gibt es ausgesetzte Stellen?

Kurz vor dem Gipfel gibt es eine kleine drahtseilgesicherte Passage. Bei trockenen Bedingungen ist sie gut machbar.

Ist die Wanderung für Hunde geeignet?

Nur bedingt. Trittsicherheit ist wichtig und kleinere Hunde müssen eventuell an einzelnen Stellen unterstützt oder getragen werden.

Was macht die Tour besonders?

Vor allem die Kombination aus ruhigem Allgäu-Trail, Panorama-Grat und kleiner Kletterpassage kurz vor dem Gipfel.

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